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Magna Media Day: Neue Fahr-Konzepte


Magna Media Day demonstrierte neueste Konzepte und Entwicklungen

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Magna ist der meistdiversifizierte Automobilzulieferer der Welt. Das Produkt- und Leistungsspektrum umfasst nicht nur Design, Entwicklung, Fertigung und Testung von Antriebsstrang-Lösungen und Allradtechnik oder Ausstattungen – auch Systeme für Elektronik, Fahrwerk, Karosserie, Dächer, Sitze, Spiegel und das Schließen oder Tanken gehören dazu. Außerdem werden Teile, Komponenten, Module und sogar komplette Fahrzeuge für globale Automobilhersteller entwickelt und produziert.

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Magna ist Weltmarktführer bei der Produktion von Kamerasystemen und Spiegeln für Autos. Allein für den chinesischen Markt stellte der Konzern bisher 125 Millionen Innen- und Außenspiegel her. Daneben hat die Produktion von Kamerasystemen inzwischen die Zehnmillionen-Grenze überschritten. Das Know-How aus diesen Bereichen stellt auch die Grundlage für die Entwicklung weiterer Lösungen für das autonome Fahren dar. Auf der A3 zwischen Hösbach und Waldaschaff konnte ein umgebauter VW Passat mit einer Sondererlaubnis der Regierung von Unterfranken zeigen, dass entsprechend ausgerüstete Fahrzeuge bereits heute ohne Eingriff des Fahrers autonom unter Berücksichtigung anderer Verkehrsteilnehmer die Spur halten, abbremsen und beschleunigen können.

 

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Zur Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs bei SUVs trägt eine weitere Neuheit aus dem Magna-Konzern bei: FLEX4 ist der erste Allradantrieb mit Trennsystem, welcher bedarfsgerecht zwischen einem Vier- und Zweiradantrieb umschaltet. Der Allradantrieb wird innerhalb von 200 bis 300 Millisekunden aktiviert, wenn Straßenbeschaffenheit oder Gelände dies erfordern. Ansonsten sind damit ausgestattete Autos mit einem Zweiradantrieb unterwegs. Das System kann bis zu zehn Prozent Einsparungen beim Kraftstoffverbrauch realisieren. Für die Demonstration auf der Straße und im Gelände wurden extra Fahrzeuge und Magna-Mitarbeiter aus dem österreichischen Graz herangeschafft.

 

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Magna Media Day. Das autonome Fahren, Kameras als Ersatz für Spiegel, sparsame Allrad-Technik und das Crashtest-Center standen jetzt im Mittelpunkt beim Magna Media Day am Standort Sailauf bei Aschaffenburg. Dort beschäftigt der Konzern derzeit etwa 900 von weltweit circa 131.000 Mitarbeitern. Auf dem als „Magna Campus“ bezeichneten Gelände an der Autobahn A3 befinden sich ACTS, Magna Steyr, Magna Cosma, Magna Mirrors, Magna Electronics, Magna Seating, Magna Exteriors, Magna Powertrain, Magna Interiors und Magna International. Klaus Iffland, Vorstand bei Magna Europe, und Gerd Brusius, Vorstand bei Magna Steyr, standen Rede und Antwort, bevor sich mehr als 30 Fachjournalisten bei dem von Rej Husetovic als Senior Manager External Communications & Public Relations organisierten Tag persönliche Eindrücke verschaffen konnten.

 

Kamerasysteme sind auch die Basis für weitere Entwicklungen rund um das teilautonome Fahren. Die neueste Generation des Fahrerassistenzsystems EYERIS kombiniert mehrere hochauflösende Kameras am Auto, um den Fahrer in diversen Einpark- und Fahrsituationen zu unterstützen. Durch die Verschmelzung der verschiedenen optischen Signale zu einem virtuellen Bild erhält der Fahrer eine Vogelperspektive auf das eigene Fahrzeug. EYERIS erkennt nicht nur den optimalen Winkel zum Einparken und zeigt diesen auf einem Display an – es identifiziert auch Fahrspuren, Verkehrsschilder, Fußgänger und andere Objekte, welche einen Einfluss auf Fahrsicherheit und Komfort haben.

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Kameras spielen auch die Hauptrolle bei künftigen Automobilen „ohne Rück- und Innenspiegel“. Der vorgestellte Prototyp hatte zwar an Stelle der normalen Rückspiegel noch ähnlich dimensionierte Kamerahalterungen – in der Serie könnten diese zugunsten einer besseren Windschlüpfigkeit aber völlig entfallen. Der Fahrer erhält alle Informationen, die er sonst durch einen Blick in die Spiegel bekommt, künftig über Bildschirme oder beispielsweise über ein Head-Up-Display. Die Kameras ermöglichen darüber hinaus die Erfassung einer Vielzahl von Zusatzinformationen wie Bewegungen im Toten Winkel.

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ACTS Testzentrum. Neben dem reinen Fahrprogramm stellte der Konzern auch das Testzentrum der Konzerntochter ACTS auf dem Magna-Campus vor. „Advanced Car Technology Systems“ testet Komponenten, Systeme und komplette Fahrzeuge. Dazu gehören unter anderem Dauerlauf- und Betriebsfestigkeits- sowie Airbagentfaltungs- prüfungen. Außerdem gibt es Umweltsimulationen und ein eigenes Dummy- Zertifizierungslabor. Auf den Crash- und Crash-Simulationsanlagen werden pro Jahr mehrere hundert Autos und mehrere Tausend Einzelkomponenten und Systeme getestet.

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