Fahren mit sauberer Energie


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Allein die deutsche Automobilindustrie investiert 2008 rund 18,2 Milliarden Euro in FuE. Ziel: verbesserter Klimaschutz und CO2-freundlichere Fahrzeuge, also um kraftstoffeffizientere Diesel- und Otto-Motoren, um Abgasnachbehandlung und um alternative Antriebssysteme.

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Der klassische Verbrennungsmotor ist auch künftig aktuell, heißt es bei Daimler. Ziel sei es, den Diesel so sauber wie den Ottomotor zu machen, und den Benziner so verbrauchsgünstig wie den Dieselmotor. Bluetec Dieselfahrzeuge könnten die weltweit strengsten Abgasgrenzwerte unterschreiten. Der im Forschungsfahrzeug F 700 vorgestellte DIESOTTO-Motor biete ideale Voraussetzungen, den Benziner so sparsam wie den Diesel zu machen.

Weitere Verbesserungen bei Verbrauch und Emissionen können durch die Kombination von optimierten Verbrennungsmotoren wie Hybrid-Modulen erreicht werden. Daimler entwickelt nur noch Fahrzeuge und Motoren, die eine Hybridisierung erlauben. Zudem werden synthetische Kraftstoffe aus Biomasse gefördert. Sie kombinieren ein CO2-Reduktionspotenzial mit niedrigen Abgasemissionen. Ferner ist das emissionsfreie Fahren mit Brennstoffzellen- oder Batteriefahrzeugen aktuell. Mit über 100 Pkw, Bussen und Transportern hat Daimler die größte Brennstoffzellenflotte bei Kunden weltweit. Diese Erfahrungen werden in der nächsten Generation von F-Cell Fahrzeugen gebündelt. Die B-Klasse F-Cell wird 2010 das erste Brennstoffzellen-Fahrzeug sein, das in Kleinserie produziert wird.

24_X_2007_06_Honda Soltec  Co Ltd 21-06-2007

Mitsubishi offeriert mit dem «i-EV» einem Elektrofahrzeug auf Basis des in Japan bekannten Mikrocars «i», eine neue Evolutionsstufe dieses alternativen Antriebskonzepts. Zum Einsatz kommt der i-EV in verschiedenen Forschungsprojekten. Mitsubishi stellt den Partnern Fahrzeuge für Feldtests und Datenerfassungen bereit, analysiert die gesammelten Werten. Parallel dazu werden Komponenten wie Batteriesystem, Elektromotor und elektronische Steuerung weiterentwickelt. Die Japaner sehen die größte Herausforderung in der Entwicklung neuer, umweltfreundlicher Technologien und alternativer Kraftstoffarten. «i.EV» ist dabei einer von mehreren Wegen, neben Entwicklungen wie Clean Diesel- und Biokraftstoff-Motoren.

Honda will 2010 die CO2-Emissionen aller Produkte sowie ihrer Produktion im Automobilbau um zehn Prozent im Vergleich zu 2000 zu senken. Weiter sollen die CO2-Emissionen bei der Motorrad- und Motorengeräteproduktion um 20 Prozent reduziert werden. Zudem wird sich Honda ergänzend zum Kerngeschäft künftig verstärkt auf die Entwicklung und den Verkauf von Produkten zur umweltverträglichen Energieerzeugung konzentrieren. Ziel: durch Dünnschicht-Solarzellen und Blockheizkraftwerke für Privathaushalte in Zukunft verstärkt dazu beizutragen, dem rapiden Anstieg der Erderwärmung effektiv entgegenzuwirken.

Durch den Einsatz eines aus Kupfer, Indium, Gallium und Selen (CIGS) bestehenden Dünnschichtfilms erreicht Honda bei der Herstellung einen um 50 Prozent geringeren CO2-Ausstoß im Vergleich zur Produktion herkömmlicher Zellen aus Siliziumkristallen. Die Produktionsanlagen von Honda Soltec sind derzeit auf eine jährliche Kapazität von 27,5 Megawatt ausgelegt.

BMW hat mit dem Hydrogen 7 die weltweit erste mit Wasserstoff angetriebene und damit praktisch emissionsfrei nutzbare Luxuslimousine für den Alltagsbetrieb. Das Fahrzeug wird von einem Wasserstoff-Verbrennungsmotor angetrieben. Der BMW stellt eine revolutionäre Weiterentwicklung innerhalb der 7er-Baureihe dar.

Mit dieser Motoreninnovation bieten die Münchner eine praxisorientierte Lösung für den Umstieg auf Wasserstoff als Antriebsenergie. Sie setzt zugleich einen Meilenstein auf dem Weg in eine von fossilen Kraftstoffen unabhängige, schadstofffreie Zukunft der individuellen Mobilität. Das Fahrzeug hat den Serienentwicklungsprozess erfolgreich durchlaufen.

Nach Meinung von Experten ist Wasserstoff der einzige Energieträger, der das Potenzial besitzt, langfristig fossile Kraftstoffe im Straßenverkehr zu ersetzen. Während der Einsatz fossiler Kraftstoffe zwangsläufig Kohlendioxid-Emissionen zur Folge hat, verhält sich Wasserstoff als alternative Antriebsenergie äußerst umweltverträglich, denn bei der Verbrennung entsteht praktisch nur Wasserdampf. Die BMW Group setzt konsequent auf Flüssigwasserstoff als Antriebsenergie.

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