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Kino: Autos als Filmstars


Stars auf vier Rädern

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James Bond wäre ohne seinen Aston Martin DB5 nur die Hälfte wert. Ihn verbindet eine enge Beziehung zur britischen Marke. Kinohits leben eben auch von den eingesetzten Fahrzeugen. Stuntszenen und Spezialeffekte erhöhen die Spannung. Verfolgungsjagden wären ohne Filmauto kaum denkbar.

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Autohersteller profitieren von der Präsenz in Filmen. Es bleibt nicht ohne Wirkung, wenn James Bond in die damals neuen Roadster Z4 und Z8 stieg und damit auf Verbrecherjagd ging. Autobauer erreichen somit ein anderes Publikum, sie können manchmal sogar neue Autos noch vor dem Verkaufsstart präsentieren und sich im Schatten der Stars mit deren Ruhm schmücken.

Nicht nur James Bond setzt auf das Auto: So fuhr Steve McQueen als Lieutenant Frank Bullitt im 1968er Ford Mustang durch San Francisco. Sonny Crockett und Rico Tubbs aus Miami Vice schwörten auf den Ferrari Testarossa. Bevor die Autobauer Kasse machen, müssen sie selbst oft tief in dieselbe greifen. Die Fahrzeuge müssen gestellt und aufwendig umgebaut werden. Den 7er aus dem James-Bond-Streifen „Der Morgen stirbt nie“ musste sich auch vom Rücksitz aus steuern lassen. Und für Johnny Englishs Fahrzeug hat Rolls-Royce eigens zwei Achtzylinder zum V16-Motor umgebaut.

Aber es geht auch anders: die Filmindustrie leiht sich auch ihre benötigten Fahrzeuge bei spezialisierten Dienstleistern aus: Einer von ihnen ist Ronald Hartwig mit seinem Filmservice. Es liefert alles, was für einen erfolgreichen Dreh nötig ist. Sein Familienunternehmen mit Standorten im brandenburgischen Kolrep und in Hamburg ist seit mehr als 20 Jahren mit der Vermietung von Autos, Motorrädern oder Booten fester Bestandteil der TV-Welt. So werden permanent für Serien oder historische Filme seine Fahrzeuge gebucht. Sein Trumpf: die große Auswahl an Nachkriegsfahrzeugen oder Spezialausstattungen, die an Fahrzeugen vorgenommen werden. Der über 70-Jährige Auto- und Filmnarr schraubt praktisch an allen Wagen selbst. Hartwig hat in seinem Bestand mehr als 100 Raritäten. Sein Spektrum reicht von der Vermietung von Oldtimern, Klassikern, Aufenthaltsbussen und Maskenmobilen bis hin zu Polizei- und Aufenthaltswagen.

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Ein weiteres großes Plus von Hartwig ist die Ausstattung von Stuntfahrzeugen. Alles werde auf Wunsch der Filmstudios hergerichtet – und deren Liste ist meist ellenlang.
Internetportale vermitteln auch Fahrzeuge für Filmproduktionen und Werbespots. Das Honorar liegt bei mehreren Hundert Euro pro Drehtag. Gesucht werden insbesondere Young- und Oldtimer, US-Fahrzeuge, Militär- und Einsatzautos. Gewöhnliche Gebrauchtfahrzeuge kaufen Produktionsgesellschaften oder Vermittler meist selbst. Einer der größten Vermieter der Branche ist film-autos.com aus Berlin mit mehr als 3.500 klassischen Limousinen, Cabrios, historischen Lkw, Militärfahrzeuge, Motorrädern, Booten und sogar Flugzeugen aus unterschiedlichen Epochen im Bestand.

Sämtliche Fahrzeuge können die Realität einzelner Jahrzehnte perfekt nachbilden. Das gilt für alle Anbieter in diesem Segment. Diese Anforderung stellt die Filmindustrie.

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