Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger e.V.

Kultur

Der King ist zurück


… oder zumindest sein Auto

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Na gut, es ist nicht wirklich so, dass Elvis wieder unter uns weilt. Aber das Auto, das er als GI bei seinem Militärdienst in Deutschland fuhr, wurde gefunden und restauriert. An sich hört sich das erstmal wenig spektakulär an. Doch das Auto ist ein BMW 507, also ein Fahrzeug, das mit nur etwa 250 produzierten Exemplaren eh schon so selten und begehrt wie eine blaue Mauritius ist.

Doch zurück auf Anfang. Elvis leistete seinen Wehrdienst 1958/59 in Bad Nauheim ab. Um es auf den deutschen Straßen stilecht krachen zu lassen, kaufte er sich eines der sehr teuren Roadster Cabrios des Typs 507, die BMW gerade auf den Markt brachte. Sein Exemplar mit der Fahrgestellnummer 70079 war perlweiß lackiert. Jedoch verblieb diese Farbe nicht lange auf dem Fahrzeug, denn der King hatte ein handfestes Problem. Seine immense Beliebtheit insbesondere bei den „deutschen Fräuleins“…

Claus Theo Gärtner


Ein Mann mit vielen Facetten

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Mit Peter Sattmann hat er Theater gespielt. Mit Nick Mason von Pink Floyd ist er Rennen gefahren. Ach ja, ganz bürgerliche Berufe hat er auch ausgeübt, z. B. eine Lehre als Klempner begonnen. Mögen alle Eltern, die ihren Kindern zu Recht sagen müssen „Bring zu Ende, was Du anfängst“, mal eben diesen Satz überlesen: Wäre Claus Theo Gärtner dabei geblieben, es hätte ein großes Publikum um Jahrzehnte spannender Fernsehabende gebracht.

Denn: Seine bekannteste Rolle, als Privatdetektiv Josef Matula, ist schließlich quasi sein alter ego geworden. Kein Wunder, dass er seine jüngst erschienene Autobiographie mit „Matula, hau mich raus“ überschreibt. Ein herrlich doppeldeutiger Titel: Denn ein Haudrauf im wörtlichen Sinn war er ja. Aber einen Unschuldigen aus einem Mord- oder anderem Verdacht raushauen, das kann man nur metaphorisch, durch den Beweis seiner Unschuld. Dafür war Josef Matula prädestiniert, der raubeinige, selten um einen Spruch verlegene, chronisch…

In memoriam Kommissar Schimanski


Rohe Eier zum Frühstück – und andere Spleens

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Wenn man 15 ist, fangen die Eltern an, schwierig zu werden. Mein 15. war nur noch Monate entfernt, als zur besten Sendezeit im Fernsehen ein Kommissar debütierte, über den sich damals nicht nur Eltern entrüsteten. 1981: Im Hintergrund die Shangri-Las mit „Leader Of The Pack“, im Bild ein zottelig aussehender Mittvierziger, dessen Wohnung peu à peu sichtbar wurde und Zuschauer zur Sagrotanflasche greifen ließ. Denn was man da sah, würde man später „Messiebude“ nennen. Zwei rohe Eier zum Frühstück – mehr gaben die Vorräte nicht her. Und dann die Sprache dieses Horst Schimanski. Okay, es mochte ja in „Duisburg-Ruhrort“ – so hieß die „Tatort“-Premiere des Neuen – handfest zugehen. Aber musste deshalb jenes Four-Letter-Word, das mit Sch… anfängt, derart inflationär verwendet werden?

Es musste. Horst Schmimanski (eine maßgeschneiderte Rolle für Götz George) eroberte die Zuschauer am Bildschirm wie im Film die Frauen. Wie sagte die eine im charmantesten französischen Akzent? „Schimanski, je t’aime – Kotzbrocken!“ Weil er war, wie er war. Rau, ungezügelt und dabei, vor Irrtümern keineswegs gefeit, in seinem Beruf doch nicht zu toppen. Ein alter Citroën CX war vielleicht das Wertvollste, was er besaß. In Sachen, denn Schimanskis Grips als Reichtum zählt ja nicht…

Comeback des 70er-Jahre Pop: Elton John als „Katalysator“


Prilblumen für’s Ohr

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Es war schon eine Sensation, als 2004 ein ziemlich schrill anmutendes Quintett sein Debüt-Album hinlegte, das schlicht den Bandnamen trug: Scissor Sisters. Als hätte man alles, was in den Siebzigern tanzbar und angesagt war, mal eben neu zusammengemixt, die Village People neu erfunden und bei den Bee Gees stimmliche Anleihen genommen, ohne dass das Ganze nach Kopie klingt. Und wer dem Pink-Floyd-Titel „Comfortably Numb“ fürs Debüt den eigenen Disco-Pop-Sound verpasst, dürfte ohnehin mitnichten als Kopist gelten. Prilblumen fürs Ohr, gewissermaßen.

Als ein Vorbild nennen die Scissor Sisters Elton John – und der verhalf ihnen höchstpersönlich zum Durchbruch auch in Deutschland. Dazu brauchte es den Titel „I Don’t Feel Like Dancin‘“, bei dem Sir Elton nicht nur als Autor mitwirkte, sondern die Piano-Passagen zur Aufnahme gleich beisteuerte. Mit der zweiten Lang-CD „Tah-Dah“ hatten sich die Newcomer endgültig etabliert. Und zwar so, dass das Folgealbum „Night Work“ – mit einem Motiv des Fotografen Robert Mapplethorpe auf dem…

Herbie: Filmstar vor 50 Jahren


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Als Filmauto ist Herbie weltweit bekannt – Es gab jedoch nicht nur den einen perlweißen Volkswagen mit der Startnummer 53, sondern mehr als zwei Dutzend Exemplare. Äußerlich ähnlich, unterschieden sie sich aber in der für den Filmeinsatz verbauten Technik.

Im ersten Film „Ein toller Käfer“ (The Love Bug, 1968) von Walt Disney Productions war „Herbie“ ein Volkswagen Exportmodell Baujahr 1963 in perlweiß L87 und mit Falt-Schiebedach. Zu einem Längs-Rallye-Streifen in rot, weiß und blau kamen rundherum viermal die Startnummer 53 und das schwarze California-Kennzeichen mit der gelben Beschriftung OFP 857, VW-Zeichen fehlten. Damit Herbie scheinbar selbst fahren konnte, gab es ein zweites, tiefer gelegtes und nach hinten verlängertes Lenkrad. Damit konnte ein auf dem…

Keine Panik! Udo Lindenberg zum 70.


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Alles klar auf der Andrea Doria? Logisch. Der rebellische Geist von Udo Lindenberg mag manche Eltern verschreckt haben, die ihrerseits mit dem Wohlklang der Fünfzigerjahre-Schlager aufgewachsen waren. Genau diese Lässigkeit, die alles andere als gespielt war, ist bis heute sein Markenzeichen geblieben. Und sie hat ihn unverwechselbar gemacht.

Skeptiker dürfte er spätestens überzeugt haben, als er 1983 aus Glenn Millers „Chattanooga Choo Choo“ den Sonderzug nach Pankow machte. Das ist ihm ja sogar bei Erich Honecker gelungen. Der Staatsratsvorsitzende der DDR, bis dahin in der Öffentlichkeit nicht als extrem humorvoller Mensch bekannt, empfing den Mann mit dem Schlapphut freundlich – und erfüllte ihm sogar den Wunsch, einmal „zu singen im Arbeiter- und Bauernstaat“, wie Udo das singend sich gewünscht hatte. Am 17. Mai…

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