Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger e.V.

Kultur

Mikrokosmos der Automobilgeschichte


Die Welt der Modellautos

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Jeder kennt sie, fast jeder hat mindestens eines zu Hause: Modellautos, kleinere oder größere, im Maßstab 1:18 oder 1:43. Sie alle stellen Sammlerstücke dar, natürlich mit qualitativen – und somit auch preislichen – Unterschieden.

Die Hersteller, die immer öfter auch Polyurethan (PU) als Karosserie-Material benutzen, kommen vor allem aus China. Quasi die „adlige Alternative“ aber wird aus Weißmetall hergestellt, das aus einer Zinnlegierung besteht. Diese Modelle sind spürbar schwerer als ihre billigeren Konkurrenz-Geschwister. Tin Wizard Modellcars, ein Vier-Mann-Betrieb aus Schriesheim an der nordbadischen Weinstraße, hat sich auf diese Metallmodelle spezialisiert, die in Kleinst- und Kleinserien seit 1979 in Handarbeit entstehen. Ihre Kunden sind in Spezial-Modell-Shops und im Internet weltweit…

IAA: Ein Rückblick auf 1977


„Reisschüsseln“ und Kaviar

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IAA – Klingt wie der Ruf eines Esels. Diese drei Buchstaben werden ehrfürchtig hingehaucht sowohl von Auto-Herstellern, Zulieferern und Motorjournalisten als auch von Besuchern. Alle zwei Jahre trifft sich in Frankfurt die autobegeisterte Nation und drückt sich an den neuen Autos die Nasen platt. Wen wundert es, dass ich – wo ich doch sowieso total auto-verrückt war – alles daran gesetzt habe, hier einmal dabei zu sein… Im Herbst 1977 war es dann so weit.

Meine Zähne sind in Ordnung, obwohl ich manchmal, wenn ich etwas wirklich will, mich wie ein Terrier festbeiße. Genau das habe ich getan, als ich mich 1976 auf die Suche nach einem neuen Arbeitgeber machte. Es sollte etwas sein, was mit Autos und mit Journalismus zu tun hatte. Meine Wahl fiel auf Toyota. Erster Versuch: gescheitert. Doch davon lasse ich mich nicht wirklich aufhalten. Ich saß damals im Präsidium des DMV (Deutscher Motorsport Verband) und…

200 Jahre Fahrrad-Geschichte


Faszination auf zwei Rädern

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Als vor etwa 6.000 Jahren unsere findigen Vorfahren aus Bäumen Scheiben schnitten, war das Rad erfunden. Und als dann zwischen zwei Räder eine starre Verbindung eingebracht wurde, konnte man bereits Transporte damit ausführen. Für schwere Lasten anfangs nur, 1817 dann startete die Geschichte des Fahrrads, das zunächst eine Lauf-Maschine war. Der Freiherr Karl-Friedrich von Drais gilt als Erfinder und damit als Initiator der menschlichen Mobilität auf zwei Rädern. Das war vor 200 Jahren und die Historie des Fahr-Rades ist voller Überraschungen und Experimente in Technik, Design, Funktionalität und Materialwahl.

Im „Deutschen Fahrradmuseum“ in Bad Brückenau wird die Geschichte wieder lebendig: Gut 200 Exponate dokumentieren eine nahtlose Entwicklungszeit, die auch vor Kriegen und Notlagen nicht zurückschreckte. Im Gegenteil: So wurden Fahrräder mit Gewehrhalterungen ebenso entwickelt wie auch äußerst unterschiedliche Materialien eingesetzt. Als Stahl für Rahmen und Gabeln zeitweise rar wurde, setzten kreative Tüftler Kunststoffe, Leichtmetalle, Reste aus Aluminium-Flugzeugteilen und sogar Bambus (1904) ein. Die einen Räder erwiesen sich als zu weich und biegsam, die anderen…

Kino: Autos als Filmstars


Stars auf vier Rädern

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James Bond wäre ohne seinen Aston Martin DB5 nur die Hälfte wert. Ihn verbindet eine enge Beziehung zur britischen Marke. Kinohits leben eben auch von den eingesetzten Fahrzeugen. Stuntszenen und Spezialeffekte erhöhen die Spannung. Verfolgungsjagden wären ohne Filmauto kaum denkbar.

Autohersteller profitieren von der Präsenz in Filmen. Es bleibt nicht ohne Wirkung, wenn James Bond in die damals neuen Roadster Z4 und Z8 stieg und damit auf Verbrecherjagd ging. Autobauer erreichen somit ein anderes Publikum, sie können manchmal sogar neue Autos noch vor dem Verkaufsstart präsentieren und sich im Schatten der Stars mit deren Ruhm schmücken. Nicht nur James Bond setzt auf das Auto: So fuhr Steve McQueen als Lieutenant Frank Bullitt im 1968er Ford…

Das Classic Race-Museum


In Hörweite zum Nürburgring

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Er ist tatsächlich selbst Motorradrennen gefahren. Frithjof Erpelding, gebürtiger Kölner, hat seine Liebe zur Technik sehr früh entdeckt und ist den Weg dahin konsequent weiter gegangen. Wunschberuf: „Autoschlosser“, heute eher wohl Mechatroniker. Ausbildung bis zum Meister. Dann wurde er für die nächsten 50 Jahre Generalvertreter für Honda in Deutschland. Viel Arbeit bedeutete das, aber auch gute finanzielle Verhältnisse.

Das war der Grundstein für sein großes Hobby: Motorradrennen zu fahren. Aus dieser Zeit stammen weltweite Freundschaften und Verbindungen zu anderen Zweiradpiloten und Firmen. Erste Rennmaschine: eine selbst gebaute NSU Fox mit 100 ccm. Es folgten weitere Marken und Modelle bis zu den 350ern. Im Hinterkopf hatte Erpelding aber auch schon den Wunsch, eines Tages Rennmaschinen zu sammeln. Einige wurden ihm von befreundeten Kollegen übereignet, viele andere kaufte er. Rare Einzelstücke, die teilweise noch nicht…

Attwenger: Exzentrisches aus Österreich


DJ-Legende John Peel als Fan

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„Most“ hieß die erste CD, die ich von Attwenger hörte. Das war 1991, als sie gerade am TRIKONT-Stand der Frankfurter Buchmesse lief. Neugierig geworden, fragte ich nach: Verschärfte Volksmusik sei das, erklärte TRIKONT-Chef Achim Bergmann mir freundlich. Die Äpfel auf dem CD-Cover mit dem schlichten Titel „Most“ hätten freilich vermuten lassen, dass hier Traditionalisten am Werk sind. Ganz ohne Verschärfung. Tatsächlich aber haben Markus Binder und Hans-Peter Falkner im Laufe der Zeit die Tradition ebenso bewahrt wie aufgemischt. Sie singen konsequent im Dialekt und geben den „Grundzutaten“ Akkordeon und Schlagzeug verschiedene weitere Ingredienzen mit.

Nicht umsonst führt das beim Hören zu Eindrücken von Punk, an Polka und an aufmümpfige Folk-Interpreten, etwa die Pogues. Gerne bedienen sich die Nonkonformisten regelmäßig der elektronischen Möglichkeiten zum Zwecke der Verschärfung. Unglaubliche 25 Jahre liegen die Anfänge des Duos zurück. Zum Jubiläum haben sich Binder und Falkner wieder was einfallen lassen: „Spot“ verbindet kurze Songs mit noch kürzeren Jingles, immer im Wechsel. Und man registriert mit Verblüffung, wie viel Witz sich in so wenigen…

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