Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger e.V.

Praxis

Der IFA P70


Mit Kunststoff-Karosserie

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Vor mehr als 60 Jahren erblickte mit dem Modell P70 die erste Nachkriegsneukonstruktion aus Sachsen das Licht der Welt. Seine Kunststoffkarosserie aus Duroplastmaterial sorgte in Zeiten des Kalten Krieges für internationales Aufsehen.

Insider von damals berichteten, dass das Modell als sogenannte Schwarzkonstruktion im Geheimen entstehen musste. Vorgesehen als Zwischenlösung bis zur Serienreife des P50, waren die Erkenntnisse lebensnotwendig für die spätere Trabant-Karosseriefertigung. Die Bänder zur Serienproduktion des IFA P70 liefen von 1955 bis 1959. Um die 30.000 Limousinen, knapp 7.000 Kombis und Coupés wurden an Kunden ausgeliefert; zahlreiche Fahrzeuge davon waren für den Export bestimmt. Die Entwicklung und vor allem die Produktion von Kunststoffkarosserien in der…

Antriebsarten: Womit fahren Taxis


Der Umwelt-Engel von Berlin

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Diesel oder Umweltauto? Wer kann diese Frage besser beantworten als ein Taxi-Unternehmer. Oliver Lauter sprach für KÜSmagazin mit Bernd Engel (Geschäftsführer Eastside Taxi Berlin) über Kosten und Zuverlässigkeit seiner Taxen. Engel war der erste Berliner Unternehmer, der einen Toyota Prius Hybrid als Taxi eingesetzt hat. Heute hat der Unternehmer nahezu alle umweltfreundlichen Antriebe im Programm.

Diesel fahren ist perfekt für Vielfahrer. Warum haben Sie die Diesel abgeschafft? Engel: Der Mercedes 200D W124 war perfekt für den Stadtverkehr. Sparsam und nahezu unkaputtbar. Mit dem Mercedes W210 und W211 gab es plötzlich einen Leistungssprung. Parallel ist die Durchschnittsgeschwindigkeit auf 18 km/h in der Stadt gesunken. Was passiert: Die Ansaugbrücken setzten sich mit Ruß zu. Probleme mit den Einspritzdüsen kamen hinzu. Die Technik mit der Abgasreinigung wurde komplizierter. Und plötzlich stiegen die Verbräuche…

KÜS informiert: H-Kennzeichen 2016


Oldie but Goldie!

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Wie schnell die Zeit vergeht. Eben noch ein begehrtes Premiumfahrzeug, dann sind plötzlich 30 Jahre vergangen, und es wird ein Oldtimer daraus, der das H-Kennzeichen trägt. Ein Oldtimer ist ein Fahrzeug, das vor mindestens 30 Jahren erstmals in den Verkehr gekommen ist, weitestgehend dem Originalzustand entspricht, in einem guten Erhaltungszustand ist und der Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes dient. Übrigens: Die jetzt angesagten 30-Jährigen stammen zum größten Teil aus der Großserienproduktion, häufig schon mit ABS und Airbags. Eine Auswahl.

Alfa Romeo 75 wurde von Frühjahr 1985 bis Sommer 1992 gebaut und nutzte die gleiche Fahrgastzelle wie das Vorgängermodell Giulietta. Da sich Fiat den Sportwagenhersteller 1986 einverleibte, galt der „75“, dessen Bezeichnung auf das 75-jährige Jubiläum der Firma Bezug nahm, als letzter echter Alfa. Dabei schwörten die Alfisti insbesondere auf den Heckantrieb und die charakteristische Transaxle-Technik, bei der das Getriebe zur besseren Gewichtsverteilung hinten angesiedelt war. Der Alfa 75 verfügte über Vier- und Sechszylinder-Motoren, teilweise…

Schalten: Hand vs. Automatik


Deutschland lässt immer öfter schalten

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In den oberen Fahrzeugklassen ist die Automatik schon lange zu Hause und wird oftmals alternativlos angeboten. Seit es die Kombination aus Hand- und Automatikschaltung gibt, ist auch das Argument: „Ich schalte selbst!“ hinfällig geworden und die Automatikgetriebe neuester Prägung stehen den Schaltgetrieben in nichts nach.

Entscheidend ist die Technik selber, die sich längst vom Image der schwergängigen, langsamen und spritfressenden Automatik verabschiedet hat. Das moderne Automatikgetriebe hat es verstanden, dem Verfechter des Schalthebels genügend stichhaltige Argumente an die Hand zu geben, damit er sich ohne Gesichtsverlust vom Kupplungspedal trennen kann. Für den Fahrer sind die nötigen Bewegungen durch Tiptronic, Lenkradtasten oder -wippen auf ein Minimum reduziert, er kann weiterhin schalten, aber viel wirtschaftlicher und effizienter. In den kleineren Fahrzeugklassen vom…

40 Jahre Gurtpflicht


Könner tragen Gurt

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In den wilden 70ern herrschte hinterm Steuer Anarchie: Nur etwa 5 bis 15 Prozent der Autofahrer trugen einen Sicherheitsgurt. Obwohl zu diesem Zeitpunkt seit langem klar war, dass es sich angeschnallt sicherer fährt. Das Thema war so brisant, dass die Politik zwar 1976 eine Gurtpflicht einführte – das Nichtanschnallen aber nicht bestrafte. Was war da los?

Mit zunehmender Motorisierung traten auch ihre Schattenseiten in das Bewusstsein der Öffentlichkeit: Zwischen 1960 und 1970 verdoppelte sich der Pkw-Bestand auf Deutschlands Straßen, die Zahl der Unfall- opfer erreichte 1970 mit 21.300 einen Höchststand. Schon 1961 stellte die Verkehrssicherheitskonferenz fest, dass Autofahrer vor Tod oder schweren Verletzungen geschützt werden können, wenn sie Sicherheitsgurt tragen. Zudem versprach sie sich eine Verringerung der Todesfälle beziehungsweise Schwerverletzten um 50 bis 60 Prozent, wie aus einer Veröffentlichung des Deutschen…

Roboter: Mensch, Maschine und Verantwortung


Roboter werden es schwer haben, Mensch zu sein

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„Das autonome Auto der Zukunft tötet nicht im Affekt, sondern planvoll“, sagt Prof. Dr. Oliver Bendel. Der Philosoph und Wirtschaftsinformatiker an der Fachhochschule Nordwestschweiz in Olten und Windisch ist Spezialist in den Schwerpunkten Wissensmanagement, Social Media, Informations- und Maschinenethik. Seiner Ansicht nach hat der Mensch in den Sekunden vor dem Aufprall so gut wie keine Chance zum bewussten Reagieren. Anders dagegen das Roboterauto: Es nimmt in dieser Zeit mehrere Millionen Berechnungen vor und wählt aus…

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