Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger e.V.

Reise

Christians Gespür für Schnee


Im Bully am Berg

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Glutrot versinkt die Sonne hinter den Gipfeln der Samnaungruppe. Der Tag geht und die Dämmerung bricht über den Bergen herein. Es naht die Stunde der Schneemacher am Hochzeiger im Tiroler Pitztal. „Sonnenuntergänge entschädigen ein wenig für die Arbeit in den nächsten Stunden“, meint Christian Kirchebner. Der Mann aus Jerzens ist der Pistenchef am 2.560 Meter aufragenden Hochzeiger, Herr über 40 Pistenkilometer – den Familienabfahrten ebenso wie den schwarzen Pisten mit mehr als 40 Prozent Gefälle.

Mit sechs Pistenbullys schwärmen Christian und seine Männer ins Skigebiet aus. Gut sieben Stunden werden sie die Pisten präparieren, wieder und wieder werden sie an einigen Abschnitten Schnee schieben, das weiße Gold der Alpen verteilen. Oft bis Mitternacht, manchmal auch länger. „Skifahrer transportieren den Schnee vom Berg zu Tal“, erläutert Teamchef Christian. Mindestens 30 Zentimeter sollte die Schneedecke überall aufweisen. Schnee ist nicht gleich Schnee, sondern birgt viele Geheimnisse. „Vor uns die dunklen Flecken, das…

Advent in der Steiermark


Grüne Kekse, hängende Weihnachtsbäume und Schilcher-Glühwein

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Graz ist eine Stadt des Südens. Mit dem hoch oben thronenden Burg-berg samt Uhrturm, verwinkelten Gassen, aus denen köstliche Gerüche hinüberziehen und einem Renaissancelandhaus, das einen geistig in die Zeit der k. u. k.-Monarchie wie in einen Roman um 1900 entführt.

Zweifellos, Graz ist in der Vorweihnachtszeit noch hektischer, die Herrengasse und der Hauptplatz sind voller Menschen, sodass jeder im Strom der Masse dahingleitet. Aber der Glanz der Lichter, der Festschmuck der Geschäfte, die unzähligen kleinen Buden, die mit Schönem gefüllt sind, Glühwein und Naschwerk, die fröhliche Atmosphäre laden ein, die Stadt gerade zu dieser besinnlich-turbulenten Zeit zu besuchen. Die weihnachtlichen Klassiker müssen Sie gesehen haben: Den großen Weihnachtsbaum mitten auf dem Hauptplatz. Die Krippe aus…

Worscht, Weck und Woi


Goldener Herbst in der Südpfalz

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Der Wein ist die Seele der Pfalz. Und die wird sichtbar, wenn man durch das schier endlose, sanft geschwungene Rebenmeer am Rande des Haardtgebirges radelt. Im Westen eingerahmt von den Bergen und Burgen des Pfälzerwaldes und im Osten vom schemenhaften Dunst der rheinischen Tiefebene prägt sich das Landschaftsbild unwideruflich ein.

Von hellgelb bis tiefrot leuchtet das Weinlaub in der milden Herbstsonne. Der Duft nach süßem Traubenmost liegt in der Luft. „Die Herbstzeit ist bei uns in der Pfalz eine königliche Zeit“, sagt Norbert Arend. Seit mehreren Jahren begleitet der drahtige E-Bike-Experte Ausflugsgruppen entlang der Weinstraße. „Ein Paradies für Genießer“, schwärmt er. Vom Sattel der Pedelecs fällt der Blick über die Rebstöcke hinweg auf das Haardgebirge. Schemenhaft erkennt man das Hambacher Schloss, das untrennbar mit dem…

Die Retro-Tankstelle


Sprit zapfen im Stil der 1960er-Jahre

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Es war einmal eine kleine Tankstelle, die zu einer Zeit gebaut wurde, als der Automobilverkehr sich in Deutschland verbreitete. Der 2. große Krieg war vorbei und die Menschen wollten nicht nur in Uniform und Panzern in der Welt herumkommen. Private Pkw brummten bis auf die Höhen des Schwarzwalds hinauf, etwa auf einen 971 Meter hohen Bergrücken, der Kniebis hieß. Nach ihm hatte sich auch die Streusiedlung benannt, die sich hier erstreckt.

Klugerweise legte man die Tankstelle an der Bundesstraße 28 an, die von Freudenstadt her übers Gebirge führt, Richtung Westen in die Rheinebene hinunter bis nach Kehl und Straßburg. Die Baulichkeiten sahen so aus, wie man sie in den 1950er- und 1960er-Jahren errichtete: außen überdachte Zapfsäulen, innen neben dem Kassen- und Büroraum eine kleine Werkstatt, in der Reifen und Zündkerzen gewechselt wurden. Ein halbes Jahrhundert ist eine lange Zeit, und diese änderte sich. Der Benzin- und…

Eine Seefahrt ist …


…nicht nur lustig

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Im August starb Gerd, mein Mann, und auf einmal war ich Witwe. Es dauerte ziemlich lange, bis ich das begriffen hatte. Und nun war bald Weihnachten. Im Prinzip ein wunderschönes Familienfest. Ich entschied mich für das Karibik-Kreuzfahrtschiff „Seven Seas Navigator“ – Bloß weg von zu Hause.

Das Schiff hatte ich sorgfältig ausgesucht, es sollte auf gar keinen Fall so ein Riesenschiff sein. Die Seven Seas Navigator hat 252 Suiten, fast alle mit eigenem Balkon und an Bord 330 Gäste. Vom Flughafen Frankfurt ging es zuerst nach New York und dann nach Puerto Rico. Den ersten Schock bekam ich am Gepäckband in San Juan: Mein Koffer war nicht da. Zum Glück war eine Dame des Veranstalters am Airport und beruhigte mich: „Keine…

Auf Hannibals Spuren


durch die Alpen mit einem Geländewagen

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Jede Geschichte hat eine Vor- Geschichte. Es ist sicher komfortabler und weniger verlustreich, die jahrelange, hochstrapaziöse Durchquerung der Westalpen des karthagischen Feldherren Hannibal (ca. 247–183 v. Chr.) mit etwa 50.000 Soldaten und 37 Elefanten vor etwa 2.200 Jahren auf einem Teil der Strecke mit einem geländegängigen Fahrzeug nachzufahren. Wir unternahmen es trotz des äußerst anspruchsvollen Terrains.

Hannibal war damals von Spanien aus aufgebrochen, um die verhassten Römer an ihrer empfindlichsten Stelle zu bekriegen und zu besiegen: in deren eigenem Land. Durch das Rhône-Tal, dann ins enge Tal der Durance wechselnd, suchte sich der ideenreiche und besessene Feldherr trickreich seine Pfade, die nicht nur bis an die 3.000 Höhenmeter reichten, sondern auch mit Eis und Schnee bedeckt waren. Etwa bei Briançon, einer ehemaligen Garnisonstadt in den letzten beiden Weltkriegen, überquerte der Tross…

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