Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger e.V.

Technik

Der Tüftler von Thierbach


0

Wo alle Straßen enden, Bauernhöfe und die Kirche mit dem Schulhaus den Flecken Thierbach markieren, dort ist die Heimat von Conrad Gruber, dem Spezialisten für Motorentechnik.

160 Einwohner zählt das Dorf und doppelt so viele Kühe. Statt des rotweißen Fleckviehs stehen in einem der Ställe edle Fahrzeuge. Bentley, Ferrari, Lamborghini und Maserati sind in der abgeschotteten Tunerwerkstatt des Maschinenbau- und Fahrzeugtechnikmeisters zu finden. Protzige Heckspoiler und prollige Karosserieschürzen – kein Thema für den 51 Jahre alten Tüftler. Sein Gebiet sei vorrangig die Motoren-optimierung. Schnelles solle noch schneller werden, starke PS-Leistung noch stärker werden. „Ich schau mir die Motoren an und krieche…

Magna Media Day: Neue Fahr-Konzepte


Magna Media Day demonstrierte neueste Konzepte und Entwicklungen

0

Magna ist der meistdiversifizierte Automobilzulieferer der Welt. Das Produkt- und Leistungsspektrum umfasst nicht nur Design, Entwicklung, Fertigung und Testung von Antriebsstrang-Lösungen und Allradtechnik oder Ausstattungen – auch Systeme für Elektronik, Fahrwerk, Karosserie, Dächer, Sitze, Spiegel und das Schließen oder Tanken gehören dazu. Außerdem werden Teile, Komponenten, Module und sogar komplette Fahrzeuge für globale Automobilhersteller entwickelt und produziert.

Magna ist Weltmarktführer bei der Produktion von Kamerasystemen und Spiegeln für Autos. Allein für den chinesischen Markt stellte der Konzern bisher 125 Millionen Innen- und Außenspiegel her. Daneben hat die Produktion von Kamerasystemen inzwischen die Zehnmillionen-Grenze überschritten. Das Know-How aus diesen Bereichen stellt auch die Grundlage für die Entwicklung weiterer Lösungen für das autonome Fahren dar. Auf der A3 zwischen Hösbach und Waldaschaff konnte ein umgebauter VW Passat mit einer Sondererlaubnis der Regierung von Unterfranken…

Windräder: SMS stoppt Schattenwurf


Windkraftanlagenbetreiber erhöhen Ertrag durch clevere Idee

0

Sonnenschein und gleichzeitig Wind sind eigentlich eine gute Sache. So kann parallel regenerativ viel Strom erzeugt werden: Mit Fotovoltaikanlagen und Windrädern. Doch wo Licht ist, ist auch Schatten, sagt der Volksmund, und das ist in diesem Fall durchaus wörtlich zu nehmen. Denn die Spitzen der Rotoren drehen sich in über 200 Metern Höhe und können bei niedrigem Sonnenstand noch zwei Kilometer entfernt Schatten werfen. Das kann ganz schön nerven, wenn alle paar Sekunden ein Schatten über die Terrasse streicht.

Entsprechend haben die Gesetzgeber in vielen Bundesländern durch Windenergieerlasse geregelt, wie oft und wie lange eine Beschattung durch den Propeller zu tolerieren ist. Einige Kreise gehen noch weiter und erwarten eine Null-Schatten-Erklärung: Sobald die Rotoren auf irgendeinem Grundstück im Umkreis Schatten werfen, müssen sie gestoppt werden. Doch nur eine Windkraftanlage, die sich dreht, liefert Strom – und damit auch einen Ertrag für die Betreiber. „150 Euro Verdienstausfall kommen da bei einer einstündigen Pause schnell zusammen“,…

Getriebe: Wie ein Räder-Werk entsteht


Getriebeherstellung am Beispiel der AS Tronic

0

Tageslicht, gedämpfte Musik, klimatisierte Luft, teure Produktionsmaschinen und höchste Präzision in der Hightech-Fertigung von Lkw-Getrieben bei ZF in Friedrichshafen – und doch stehen in einer Ecke verbeulte Boxen mit grob geschmiedeten, wie zufällig von Riesenhand hineingeworfenen Scheiben, ein wilder Haufen. Aber so fängt es immer an. Die Rohlinge sind zu Höherem bestimmt. Ihre Gestalt lässt die spätere Form der Zahnräder schon ahnen. Doch davor steht der Veredelungsprozess bei ZF.

Zahnradfertigung Hier entstehen im Dreischichtbetrieb jährlich drei Millionen Zahnräder an 150 Werkzeugmaschinen, auch für die AS Tronic, die jetzt gerade mit ­einer Million produzierten Exemplaren Jubiläum feierte. Doch bis zum fertigen Produkt ist es ein komplizierter Weg. Als erste Station wartet eine Drehmaschine. Zwei Spindeln schälen aus dem grauen Rohling die spätere Kontur des Zahnrads. Das sieht mit einem Mal schon sehr vorzeigbar aus. Die glänzende Oberfläche spiegelt das Hallenlicht wider. Das Halbfertigteil erhält beim…

Elsbett: Ein geniales Motoren-Prinzip


0

Ludwig Elsbett (1913-2003) war ein Sohn der Rhön. Im Dorf Salz geboren, wuchs er im landwirtschaftlichen Umfeld auf. Als gelernter Landmaschinenschlosser studierte er anschließend Maschinen- und Flugzeugbau. Bereits mit 24 Jahren wurde er Abteilungsleiter bei den Junkers-Flugzeugwerken in Dessau. Da waren hohe technische Kenntnisse, Kreativität und Fleiß verlangt, als er den Auftrag erhielt, Verbrennungsmotoren zu entwickeln. Der zweite Weltkrieg führte ihn nach Salzgitter, wo er sich mit einem Team mit der Produktion von Zweitakt-Dieselmotoren selbstständig machte. Sein umtriebiges Leben brachte ihn zu MAN nach Nürnberg, um dort Nutzfahrzeugmotoren zu entwickeln: Ein spürbarer Verkaufszuwachs folgte. Elsbett kreierte dann 1973 den weltweit ersten Pkw-Dieseltriebling mit Direkteinspritzung: Sein Name wird mit dem Kürzel "TDI" (Turbo Diesel Direct Injection) als Erfinder ewig verbunden bleiben.

Motoreningenieure und Autoindustrie hielten diese Lösung bis dahin für technisch nicht machbar. Ein 3-Zylinder mit der Leistung eines 6-Zylindermotors war geboren, mit Pflanzenöl betrieben (nahezu alle herstellbaren Pflanzenöle konnten genutzt werden). Nur 1,45 Liter Hubraum genügten, um drehmomentstarke 90 PS zu generieren mit nur knapp über 3 Litern Verbrauch. 1991 stand dann der Produktionsanlauf an, sodass sogar Ferdinand Piech von VW zu Elsbett reiste. Die exorbitant hohen Kosten der Vorausentwicklungen waren entstanden, weil eine Serienproduktion…

Brennstoffzelle: Realität und Vision


Strom aus Wasserstoff schlägt schon heute jede verfügbare Batterietechnik

0

Autos mit Elektroantrieb sind eine saubere Sache. Schon seit Jahrzehnten wird nach einem leistungsfähigen Speicher gesucht, der möglichst viel Energie aufnehmen kann, wenig Platz benötigt, selbst nicht viel wiegt und der sich auch möglichst schnell wieder füllen lässt. Mit Wasserstoff kann man dagegen schon heute besser Strom speichern als mit jeder zur Zeit verfügbaren Batterietechnik. Man füllt ein paar Kilogramm Wasserstoff in den Tank und die Brennstoffzelle an Bord macht daraus Strom für den Elektromotor. Wasserstoff ist nichts anderes als flüssiger Strom. Der Tankvorgang dauert dabei nicht länger als an einer Zapfsäule für Benzin oder Diesel und die Reichweiten pro Tankfüllung liegen inzwischen schon bei 700 Kilometer und mehr. Wer das Zusammenspiel von Wasserstoff und Brennstoffzelle beherrscht wird wohl auch bei der zukünftigen Massen-Motorisierung mit umweltfreundlichen Automobilen für einen längeren Zeitraum die Nase vorn haben. Einige Hersteller haben auch schon die ersten Modelle auf dem Markt.

Erster auf dem deutschen Markt: Hyundai ix35 auch für Privatkunden Seit Ende März bietet der koreanische Autobauer Hyundai mit dem ix35-Fuel Cell ein Fahrzeug mit Brennstoffzelle für 65.450 Euro in Deutschland an. Da Hyundai alle Fahrzeuge mit Brennstoffzelle in Ulsan (Südkorea) produziert, müssen Kunden je nach Nachfrage und Transportzeit mit einer Lieferzeit von sechs bis acht Wochen rechnen. Als Alternative zum Kauf bietet Hyundai auch einen Vierjahres-Leasing an für 1.290 Euro monatlich, inklusive einem Full-Service-Paket.…

1 2 3 19