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Wenn der Vater mit dem Sohne …


Rüdiger und Timo Bernhard stehen als Eigner gemeinsam hinter dem KÜS Team75 Bernhard

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Was im Juli des vergangenen Jahres als „Familienprojekt im stillen Kämmerlein“ begann, das hat sich binnen eines Jahres zu einer festen Größe im deutschen Motorsport gemausert. Was zwei Motorsportbegeisterte und fachlich versierte Männer mit dem entsprechenden Netzwerk zu leisten vermögen, dafür sind Rüdiger Bernhard und Sohn Timo das beste Beispiel. Das „KÜS Team75 Bernhard“ hat nach dem Auftaktrennen in Oschersleben die Szene aufgemischt. Dem Premierensieg am Red Bull Ring im Juli folgte am ersten August-Wochenende auf dem Nürburgring bereits der zweite Saisonsieg im Porsche 911 GT3 R.

(v.l.n.r): Timo Bernhard (Teambesitzer), Vater Rüdiger Bernhard (Teamchef), Klaus Graf (Teammanager)

(v.l.n.r): Timo Bernhard (Teambesitzer), Vater Rüdiger Bernhard (Teamchef), Klaus Graf (Teammanager)

Dem Engagement bei den ADAC GT Masters ging aber sehr viel voraus. Das Team, das Bernhard senior und junior gehört, verzeichnete schon vorher Erfolge im Rallyesport und im Porsche Carrera Cup Deutschland. Eigentlich aber begann alles viel früher, nämlich in den 1980er-Jahren, als der aktive Rallye- und Rundstreckenfahrer Rüdiger Bernhard den kleinen Timo erstmals mitnahm, wenn der Papa in den schnellen Autos fuhr. Das tat der schon seit den 1970er-Jahren, als Timo noch gar nicht geboren war.

„Ich hatte von Beginn an Spaß dran gehabt und wollte unbedingt Profi-Rennfahrer werden. Als die anderen Jungs in meinem Alter sich für Fußball interessierten oder auf der Straße spielten, war das für mich kein Thema. Es gab von Anfang an nur den Motorsport, den ich schon als Jugendlicher konsequent betrieb und verfolgte“, erinnert sich der mittlerweile 35-jährige Sportwagen-Weltmeister und Le-Mans-Sieger. Schon in ganz jungen Jahren legten Timo und der Vater den Grundstein für die spätere Karriere des „Filius“: „Kart-Slalom haben wir auf einem Supermarkt-Parkplatz in der Nähe des Elternhauses geübt. Sonntags, wenn der leer war.“

Vater und Sohn bilden seit dieser frühen gemeinsamen Zeit ein unzertrennliches Paar, wenn es um motorsportliche Belange geht. Wobei der Vater nicht nur als Teamchef, sondern auch noch als Aktiver auf die Strecke geht. Sei es auf nationalen Rallyes, oder bei Rennen zur Deutschen Bergmeisterschaft, wie etwa auf Deutschlands schwierigster Strecke in Wolsfeld. Auf das Haus Porsche, bei dem Sohn Timo als Werksfahrer eine feste Größe ist, hat sich auch Vater Rüdiger für die sportlichen Einsatzfahrzeuge bei seinen eigenen Rennen „eingeschossen.“

Die ADAC GT Masters waren zwar noch einmal eine „Nummer größer“. Kein Grund aber für Vater und Sohn, sich davon ins Bockshorn jagen zu lassen. 19 Teams mit mehr als 30 Supersportwagen an sieben Renn-Wochenenden in Deutschland, Österreich und den Niederlanden. Neben drei Porsche-Teams Konkurrenz aus den Häusern, Audi, Mercedes-Benz, BMW, Bentley, Lamborghini oder Corvette. Die Crème de la Crème des Motorsports bei den GT-Rennern.

Doch nach akribischer Vorbereitung lässt sich die ADAC GT-Masters-Premieren-
saison der beiden Bernhards bisher hervorragend an. Timo Bernhard erinnert sich an die Geburtswehen: “Im Juli 2015 hatte ich begonnen, zusammen mit meinem Vater das Programm für das ADAC GT Masters aufzubauen. Es ist eine tolle Motorsport-Plattform, auch für unsere Partner. Jetzt, nach dem zweiten Sieg am Nürburgring, kann ich behaupten, dass wir einen Idealzustand erreicht haben. Es steckt sehr viel Herzblut und Akribie von uns beiden in diesem Projekt“. Vorangegangen war der erste Sieg des KÜS Team75 Bernhard auf dem A1-Ring bei Spielberg. Schon am vierten von sieben Renn-Wochenenden war der „Debütantenball“ in der neuen Serie von Erfolg gekrönt.

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